Dresdner Striezelmarkt - Lichterglanz vor historischer Kulisse
Der Dresdner Striezelmarkt ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. Bereits 1434 bewilligte Kurfürst Friedrich der II. einen freien Fleischmarkt am Tag vor Heiligabend. Weil dieser sich bewährte, wurde er alsbald erweitert und auch andere Waren durften angeboten werden. Um 1500 erhielt er den Namen "Stiezelmontag", weil er am letzten Montag vor dem Christfest stattfand. In alter Zeit erhielt jeder Ratsherr zum Fest einen Striezel (Christstollen) auf Kosten der Stadt. Außerdem verschenkte der Stadtrat Striezel an arme und kranke Dresdner Bürger zum Fest. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts kamen immer mehr fremde Händler zum Striezelmarkt, der dadurch immer vielseitiger wurde. Da gab es Töpfer und Pfefferküchler, Goldarbeiter, Glashändler, Messerschmiede, Spitzenhändler, Zeughändler, Drechsler, Posamentierer, Holzspielzeug-Verkäufer und viele mehr. Unterstützt vom sächsischen Kurfürsten August dem Starken entwickelte sich der Dresdner Striezelmarkt bald zu einem der bedeutendsten Weihnachtsmärkte Deutschlands.
Der 574. Dresdner Striezelmarkt findet in diesem Jahr vom 27.11. bis 24.12.2008 auf dem Dresdner Altmarkt statt. Er beginnt am 27.11.08 um 16.00 Uhr mit dem Stollenanschnitt und dem Anschieben der 14,62 m hohen Pyramide. Am Samstag, den 29.11.2008 findet ab 15.00 Uhr der erste Höhepunkt des Stiezelmarktes, das Pfefferkuchenfest, statt. Im Rahmen des Festes wird auch die neue Pfefferkuchenprinzessin, von August dem Starken höchstpersönlich, gekrönt. Sie wird die amtierende Pfefferkuchenprinzessin Pauline Neumann nach einjähriger Amtszeit ablösen.
Ein weiterer Höhepunkt folgt am 06.12.2008. Dann beginnt ab 10.00 Uhr das 15. Dresdner Stollenfest auf dem Schlossplatz, wo in einer besonderen Zeremonie der Riesenstollen enthüllt wird. Dieser Riesenstollen wird aus ca. 300 einzelnen Stollenplatten, von denen jede etwa 11,5 kg wiegt, zusammengesetzt. Mehr als 60 Dresdner Bäckerein sind an der Herstellung des Riesenstollens beteiligt. Um ca. 11.20 Uhr beginnt die Stollenprozession Richtung Striezelmarkt, wo der Stollen von der Stollenprinzessin, mit einem extra dafür angefertigten, 160 cm langen Riesenmesser, angeschnitten wird. Anschließend beginnt der Stollenverkauf, wo jeder den Geschmack des Riesenstollens einmal selbst testen kann.
Auch das Pyramidenfest, dass am 14.12.2008 stattfindet, sei Besuchern besonders empfohlen. Schließlich ist die Striezelmarkt-Pyramide mit ihrem 42 Figuren die größte Weihnachtspyramide der Welt. Sie sorgt für weihnachtliches Flair, ebenso wie die Großfiguren Nussknacker, Bergmann, Schneemann und der Pflaumentoffel, das Maskottchen des Striezelmarktes. Beliebt bei den Kindern ist vor allem das Märchenschloss und der Märchenwald mit seinen 100 Märchenfiguren. Als Wahrzeichen thront die ca. 24 m hohe Tanne, beleuchtet von 620 Glühlampen über den zahlreichen Marktständen. Hier erhält man zum Beispiel echt erzgebirgische Volkskunst in einzigartiger Auswahl und überall duftet es nach Mandeln, Christstollen und anderen Spezialitäten. Täglich um 15.00 Uhr öffnet der Weihnachtsmann ein Fenster des Adventskalenders, umrahmt von einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm.
Besonders rustikal ist der historische Weihnachtsmarkt, der im Stallhof stattfindet. Hier wird wie im Mittelalter gehandelt und geschmaust, alte Handwerkszünfte zeigen ihr Können und an den Wochenenden belustigen Gaukler, Spielleute und Komödianten die Besucher wie in alten Zeiten.
Der Dresdner Striezelmarkt hat Sonntags bis Donnerstags von 10 - 20 Uhr geöffnet, Freitags und Samstags von 10 - 21 Uhr und sogar am Heiligabend kann man ihn noch von 10 - 14 Uhr besuchen. Alle Infos zum Striezelmarkt erhält man auch im Internet unter www.striezel-markt.de.