Frankfurter Römerberg (Weihnachtsmarkt)

Napoleon kannte ihn, Goethe verehrte das seiner Zeit einzigartige Bethmännchen, lange Zeit kauften Eltern ihre Spielzeuge nur dort und 1498 waren es 1000 Pferde des Landgrafen Wilhelm von Hessen mit der Tochter des Kurfürsten von der Pfalz diesen Marktflecken am Main zum Ziel hatten. Die Rede ist vom Weihnachtsmarkt in der Mainmetropole Frankfurt am Main.

Noch heute ist der Römerberg im Antlitz des Frankfurter Rathauses in der Vorweihnachtszeit ein wahrhaft magisch anziehender Ort. Der Platz allerdings reicht seit Jahren nicht mehr aus, um alle Bedürfnisse zu befriedigen. Heute erstreckt sich der Frankfurter Weihnachtsmarkt vom Paulsplatz über dem Liebfrauenberg, dem Fahrtor bis zum Mainkai. Mehr als 240 Stände werden in der Altstadt Frankfurts ein Publikum von mehr als drei Millionen Gäste anlocken.

In der Stadtchronik liest man, dass nachweislich seit 1393 hier an den Ufern des Mains in der Adventszeit Märkte ihren angestammten Platz bekamen. Über Jahrhunderte wählte man Frankfurt für den Erwerb qualitativ hochwertigem Spielzeug und reiste bereits damals aus allen Teilen der Welt, um beispielsweise die legendären Schaukelpferde hier und nur in der Vorweihnachtszeit zu bekommen. Es ist eine der vielen Traditionen, die noch heute in den Wohnzimmern Deutschlands Bestand hat und stets Kinderaugen zum Leuchten bringt und in manch müden Augen Kindheitserinnerungen weckt.

Vom 26.11. bis zum 21.12. erfüllt mit seinen 5000Lichtern der Weihnachtsbaum am Rande des vergnüglichen und mit zweigeschossigen Kinderkarussells aus längst vergessenen Zeiten die Herzen von Jung und Alt. Täglich beginnt das geschäftige und gesellige Treiben mit dem Glockenspiel der Nikolaikirche mittags um 12:00 Uhr, findet seinen Höhepunkt im Posaunenchor gegen 18:00 Uhr und endet gewöhnlich gegen 21:00 Uhr der lange Jahre als ?Christkindchenmarkt? bezeichnete Weihnachtsmarkt Frankfurt am Main.